Tourenberichte 2017

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Tourenberichte 2017

Harztour der Tourenfahrer Herne

Mai 2017


Nun, man könnte eigentliche sagen: The same procedure as every year...

Es war wieder das dritte Wochenende im Mai und die Tourenfahrer Herne haben sich wieder zu ihrem, ja fast schon traditionellen, jährlichen "Betriebsausflug" getroffen. Im Mai ging es in den Harz, nach Quedlingburg, Ortsteil Gernrode.

Die guten Erfahrungen der letzten beiden Ausflüge gaben uns Recht, 2017 war ebenfalls eine mehrtägige Tour fällig. Da die wenigsten von uns bisher den Harz mit dem Motorrad erfahren haben, waren die Würfel schnell gefallen. Es sollte der Harz werden. Schnell war die Unterkunft, Hotel Stubenberg, gebucht und es konnte losgehen.

Insgesamt haben sich sieben Motorradfahrer, drei mit Sozia, angemeldet und pünktlich  um 6:45 Uhr am Treffpunkt eingefunden. Im Vergleich zu den zurückliegenden Jahren hat der Wettergott dieses Mal den Spieß umgedreht. Die Vorhersage für den Anreisetag war mit einem Wort beschrieben: Regen. Sonst war dies eher für die Rückreise vorgesehen, so wie 2015 und 2016.

Trotzdem wollten einige Teilnehmer/-innen nicht so recht daran glauben und haben erst einmal die Regenpelle ausgelassen.

Los ging`s zunächst in Richtung Dortmund über die A 40 und dann schnurstracks auf die A 44. Kurz vor Werl wurde dann die Waschanlage von oben eingeschaltet und die Regenkombis mussten dran glauben.

Nachdem die Humpelei auf dem Parkplatz bei Werl beendet war, ging es zunächst noch ein Stückchen die A 44 entlang, bevor wir uns bei Paderborn ins "Grüne" verzogen haben. Die Straßen wurden nun immer häufiger kurvig und irgendwie haben wir den Regen ausgeblendet.

Über Höxter und Beverungen ging es weiter in Richtung Uslar, vorbei an Hardegsen, Osterode und Braunlage, letztlich nach reichlich Kurven zu unserer Unterkunft bei Quedlingburg.

Das Einchecken war schnell erledigt, die Moppeds konnten sich in der Garage ausruhen und die Biker/-innen trafen sich frisch geduscht, bei inzwischen sonnigem Wetter am Nachmittag auf der Hotelterrasse zum Wunden lecken und zum wohlverdienten Bier. Ausklang des ersten Tages.

Nach einem ordentlichen Frühstück stand nun eine Runde kreuz und quer durch den Harz an. Dabei durfte das Fachwerkstädtchen Stolberg ebenso wenig fehlen, wie die 36 Kurven zum Kyffhäuser, die wir gleich, sowohl rauf als auch runter, unter die Räder genommen haben.-Die Besichtigung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals haben wir uns aus "zeitlichen" Gründen gespart-. Nach einer Pause an der Rosstrappe mit wenig Kuchen für viel Geld, führte uns ein Abstecher zum Hexentanzplatz, wo unsere Aufklebersammler wieder zugeschlagen haben. Dann ging es zurück zum Hotel. Und das alles bei herrlichem Sonnenschein und fast ausschließlich auf kurvigem Asphalt aller erster Sahne.

Am Abend wurden wir mit allerlei vom Grill verwöhnt und konnten somit die verbrannten Kalorien wieder nachfüllen.

Bei dem sich dann anschließenden humorigen Abend führte unser Norbert "Regie", so dass die Bauchmuskulatur auch trainiert wurde.

Der nächste Tag stand leider schon im Zeichen der Rückreise. Da wir uns bei immer noch herrlichem Wetter nur schwer vom Harz mit seinen schönen Kurvenstrecken verabschieden konnten, haben wir noch ein paar Kurven unter die Räder genommen, über Braunlage hinauf zum Nationalpark TorfHaus. Ein letzter Blick auf den gegenüberliegenden Brocken und danach war Abschied angesagt.

Die Rückfahrt Richtung Herne verlief auf ähnlicher Streckenführung wie bei der Anreise. Bevor wir uns jedoch für die ersten Kilometer wieder auf die A 44 geschmissen haben, gab es bei einer kleinen Pause noch ein  Stück Erdbeerkuchen -dieses Mal großes Stück zum kleinen Preis- grins. Da wir insgesamt 10 Hungrige waren, sind hierbei wohl 1,5 Erdbeertorten vertilgt worden.

Noch ein paar Kilometer B 1, einige Schleichwege durch Dortmund und knapp 1000 Kilometer mehr auf dem Tacho, sind alle wieder wohlbehalten zu Hause gelandet.

Ganz lieben Dank an alle Tourguides. War wieder klasse.

So long

GenSo

Gardasee und die Dolomiten

Reisebericht über die Südtirolfahrt nach Wolkenstein

vom 02.-10.09.2017


                                    oder


Erdgebundenes fliegen in dreidimensionalen Kurven


Es ist endlich soweit. Am Samstag, den 02.09.2017 treffen wir uns  um 9:00 Uhr nach 9-monatiger Vorfreude auf die Dolomiten - Tour zu dritt am Treffpunkt. Wir, das sind André, Uwe und meine Person, Willi. Da André schon vor  zwei Jahren die Tour gefahren ist, hat er ab jetzt den Leitwolf zu machen, ich übernehme das Mittelstück und Uwe ist das Schlusslicht.

Wettermäßig ist Petrus auf unserer Seite. Die Anfahrt ist nicht spektakulär. Es geht über die A 45,

A 3 und A 7 Richtung Alpen. Als wir am Nachmittag Memmingen erreichten hat Petrus seine Meinung geändert und den Himmel verdunkelt, so das der Regen nicht all zu lange auf sich warten lies. Wir bezogen dann Zwischenquartier in einer Tourenfahrerpension in Nesselwang.

Nach dem obligatorischen Motorrad abtakeln und sich frisch machen verschwanden wir in einem sehr guten bayerischen Esstempel und stärkten uns nach den zurückgelegten

635 Autobahnkilometern.


Tag 2, am Sonntagmorgen ging es dann nach dem Frühstück und auftanken der BMW´s weiter Richtung österreichische Grenze nach Reutte in Tirol. Vorgesehen war über das Hahntennjoch zu fahren, was sich allerdings nach etwa 12 Km davor erledigte.Sperrung wegen Murenabgang. 

Also wieder zurück nach Reutte. Dort reihten wir uns am Fernpass in die Autoschlange ein und schlichen im ersten und zweiten Gang gut eine Stunde lang weiter bis wir in Richtung Imst abbogen. Ab da lief es wieder normal weiter.

Die Tour ging dann bei herrlichem Wetter zum Timmelsjoch hoch, wo wir erst mal 14€ abdrücken mussten, damit wir auf Südtiroler Boden kamen. Weiter ging es in flotter Fahrt zum Jaufenpass und über Sterzing zum Penserjoch. André hat sich vorgenommen schon auf der Anfahrt nach Wolkenstein möglichst viele schöne Passstraßen abzufahren. Vom Penserjoch schlängelte sich das Sträßchen etwa 80 Km weit durch das Sarntal nach Bozen. Ab Bozen ging es jetzt ins Grödnertal nach Wolkenstein in unser Quartier. Von Nesselwang bis hier legten wir 334 Km zurück. Wer schon mal Berg – und Passfahrten mit dem Motorrad gemacht hat, der weiß die Strecke zu schätzen.

Es wurden auch viele kleine Fotostopp´s gemacht, bei denen ein kleiner Imbiss natürlich nicht fehlte. Den Ankunftsabend an unserem Zielort schlossen wir in einem nahegelegenen Restaurant mit einem guten Essen und einem Südtiroler Rotwein ab.


Tag 3 am Montag, die Sonne lacht und strahlt die hohen Berge der Dolomiten um uns herum in ein wunderbares Licht. Von unserem Wohnsitz oberhalb von Wolkenstein haben wir eine herrliche Aussicht auf den Ort und seine Bergketten. Nach dem Frühstück ging es nach 9:00 Uhr zu den Motorrädern in die Tiefgarage und es wurde durchgestartet. André fuhr zum Hausberg, der Sellagruppe, zum Pordoijoch und weiter nach Arabba. Heute sollte unter anderem die bekannteste Berggruppe, die „Drei Zinnen“ als Ziel dienen. Es ging über den Passo di Falzarego nach Cortina

d`Ampezzo weiter zum wunderschön gelegenen Misurinasee, der einen Aufenthalt wert war.

An der Zufahrt zur Passstraße der „Drei Zinnen“ stand dann mal wieder ein kleines Kassenhäuschen

mit Schranke. Also Geldbörse raus kramen und schlappe 15€ löhnen. Auf der Passhöhe angekommen wurden wir allerdings wieder mit einer wunderbaren Fernsicht in alle Himmelsrichtungen belohnt. Die schöne Aussicht konnten wir dann mit gefühlten hunderten anderen Besuchern teilen. Trotz allem, man muss es gesehen haben. Es wurde wieder Zeit zum Aufbruch.Die Hatz geht weiter über das Höllensteintal nach Toplach, weiter durchs Pustertal, Gadertal und zum Grödnertal zurück nach Wolkenstein. Pausen wurden nur zum tanken, fotografieren und zur eigenen Selbstversorgung gemacht. Den ordentlichen Tagesabschluss für Körper und Geist machten wir dann wieder im „Muliné“, unserem Stammlokal.

Tag 4 am Dienstag, auch heute wieder strahlender Sonnenschein beim aufwachen mit Direktblick auf unseren 3151 m hohen Hausberg Sassolongo (Langkofel). Was will man mehr?

Eben, Pässe fahren!!! Und schon ging es nach dem Frühstück wieder los. Heute wurden soviel Pässe gefahren, das ich mich auf eine reine Aufzählung der Namen beschränke, so das mir die Route selbst noch in Erinnerung bleibt. Es ging los zum Sellajoch , Val di Fassa, Moena, Passo Pelegrino, Passo di Valles, Passo di Rolle, Passo di Cerda, Passo Forazella Aurine, Passo Duran, Passo Forazella Staulanza, Passo di Giau (das Sahnehäubchen bei der Auffahrt), Passo di Falzarego,   

Passo di Campolongo, Grödnerjoch und wieder Wolkenstein. Alles in allem der absolute Fahrspaß.

Da wir uns heute Abend mal eine eigene Vesper herrichten wollten hatten wir uns schon unterwegs bei einem namhaften bekannten Südtiroler Metzger mit Wurst, Schinkenspeck und leckerem Bergkäse versorgt. Die flüssigen Zutaten bekamen wir in unserem Quartier zur genüge. Alles äußerst schmackhaft gewesen (und das bei kurzem Weg).


Tag 5 am Mittwoch, wie gewohnt beim aufstehen, der Wettergott wieder auf unserer Seite.

Heute haben wir uns dazu entschlossen in noch wärmere Gefilde zu fahren. Es sollte zum Gardasee gehen. Also fuhren wir bis nach Bozen zur Autobahn A 22. Nach dem wir unser Ticket für die Autobahnbenutzung gezogen hatten ging es los bis zur Abfahrt Mori kurz vor Riva am Gardasee. Die etwa 130 Km wurden dem italienischen Staat dann mit 7€ vergütet. Gern geschehen.

Wir ließen nun den BMW´s freien Lauf über den Gebirgszug des Monte Baldo. Ein höchst konzentrierter Spaß für Maschine und Lenker. Bei Garda kamen wir dann direkt an den namensgleichen See. Dort ließen wir es uns nicht nehmen an der Seepromenade entlang zu schlendern. Die Motorräder bekamen eine kleine Auszeit und wir gönnten uns eine vierstöckige Eiskanone italienischer Gelatikunst. Bei Außentemperaturen von 30 Grad am Gardasee kann man leicht die Zeit vergessen. Also wurde der Aufenthalt beendet und die Reise ging weiter. Es ging direkt am See entlang Richtung Norden bis nach Riva. André winkte noch zur anderen Seeseite rüber als wir in Höhe von Limone waren. Dort war er grade erst kurz vorher mit Familie im Sommerurlaub gewesen. Nachdem wir die BMW´s wieder aufgetankt hatten und einige diverse, wichtige Souvenirs in Riva eingekauft hatten ging es in Mori wieder auf die Autostrada 22 bis nach Bozen. Natürlich wieder für eine kleine Gebühr von 7€, die man aber gut verschmerzen kann.

Nach rund 400 Km kamen wir wieder in Wolkenstein an. Den allabendlichen Abschluss im Restaurant mussten André und ich heute allerdings alleine machen. Uwe ist wohl das leckere vierstöckige Eis nicht bekommen.

Schon wieder ist ein herrlicher Motorradtag beendet.

 

Tag 6 am Donnerstag, mein guter Verbindungsdraht über meinen Sohn Mario zu Petrus hat sich weiter verhärtet. Der Wettergott lacht. Darum geht es heute zum absoluten Höhepunkt unserer Dolomiten-Tour. Das „Stilfser Joch“ (Passo del Stelvio) auf 2757 m mit 48 Spitzkehren die es in sich haben. Also ab über Bozen, die Schnellstraße nach Meran und dann ….., dann im Schneckentempo durchs Vinschgau. Stau ohne Ende. Wo es geht schlängelt man sich durch (nicht zu Jedermanns Freude). Wahnsinn, Nerven behalten, die Sonne brennt. Es riecht und duftet zwischen den Abgasen förmlich nach Äpfeln. Äpfel ohne Ende, soweit das Auge reicht. Man schmeckt sie regelrecht. Zum greifen nah und doch so fern. Endlich, bei Schlauders biegen wir links ab zum Stilfser Joch. Es wird noch mal auf die Vielzahl der engen Spitzkehren hingewiesen und dann geht es los. Vollste Konzentration, vor jeder Kehre den Blick rechtzeitig nach oben gerichtet und ab im zweiten Gang, manchmal auch im ersten Gang, wenn grade ein Tal fahrender eiliger Raser kommt. Davon gibt es genug. Radfahrer italienische Sportwagen aller Nobelklassen und Motorradfahrer ohne Ende. Oben angekommen muss man schon fairer Weise sagen, das es einem schon manchmal sehr heiß wurde. Und das nicht wegen der Außentemperatur. Am Pass angekommen steigt einem sofort der Geruch von Kraut und Bratwurst der fettigen Art in die Nase.

Sogenannte Kultspeise am Stilfser Joch. Ich kann verzichten. Danke. Eine Menschenmenge wie auf dem Volksfest. Überall Souvenirstände. Jeder Händler bietet seinen Kram an. Nur das Beste. Herrlich! Nach einer Stunde geht es wieder weiter. Jeder Motorradfahrer der sich mal in dieser Region Aufhält sollte es nicht versäumen einmal das Stilfser Joch anzufahren. Es lohnt sich.

Das absolute Highlite. Die Fahrt geht weiter Richtung Bormio, Passo di Gavia, Passo del Tonale, Mendelpass, Kalterer See, Bozen und wieder Wolkenstein. Knappe 370 Km mit vielen Schräglagen abgedrückt, was wieder einen Restaurantbesuch der leckeren Art nach sich zieht.


Tag 7 am Freitag, der Wettergott ist uns weiter gut geneigt. Heute geht es über das Sellamassiv zum Karerpass und Karersee. Den Karersee sollte man am besten Vormittags bei Sonnenschein aufsuchen. Dann kann man seine grünliche bis türkisfarbene  Wasserspiegelung richtig wahrnehmen. Er gilt als schönster See in den Dolomiten. Mit etwas Vorstellungskraft erkennt man im See einen Felsen von der Form einer sich kämmenden Meerjungfrau. Nach soviel Phantasie und Träumereien geht es weiter nach Welschnofen zum Metzger, weil sich gewisse Herren mit Schinkenspeck und Wurst eindecken müssen. Dann geht es endlich weiter über Castella-Muling zum Passo Manghen, der auch mit gewisser Übersicht befahren werden sollte. Schmale Straße und enge Kehren. Aber wer zum Stilfser Joch kommt, schafft es auch zur Manghen-Hütte die zu einem kleinen Imbiss einlädt. Aber Vorsicht vor fettigen Genüssen. Interessanter weise sollte man sich vorher die sanitären Anlagen ansehen. Es ist nicht zum entspannen gedacht. Toilettentopf fehlt, Loch im Boden, keine Griffe zum halten, kein Haken für die Klamotten derer man sich in der Enge sowieso nicht entledigen kann. Der Motorradfahrer hat im Falle eines Falles leider verloren. Hilft nur der Weg in den dichten Wald. Viel Glück.

Und weiter geht es über Primolano zum Passo di Rolle und zurück nach Wolkenstein. Im „Muliné“ ließen wir dann die vergangenen Tage noch einmal bei Speisen und Getränken Revue passieren.

So gehört sich ein guter Tagesabschluss.


Tag 8 am Samstag, nachdem wir unsere 7 Sachen gepackt hatten, Frühstück intus, Rechnung bezahlt, Verabschiedungszeremonie hinter uns gebracht hatten, ging es wieder bei erstklassigem Wetter auf die Heimreise. Leider war auch in Bayern jetzt das Ende der Sommerferien. Fernpass, Brennerautobahn ca. 3 Stunden Wartezeit angekündigt. Klasse. Also kurzfristige Routenänderung.

Ich übernahm jetzt die Führung und löste André als Leitwolf ab. Er hatte seine Aufgabe bis jetzt hervorragend gelöst. Die neue Route sollte über Vorarlberg führen. Vorarlberg ist für mich durch zahlreiche vorherige Urlaube ein Heimspiel. Also ab nach Bozen, über Schnellstraße nach Meran und dann weiter im Schneckentempo bis Naturns / Schlanders. Ab Schluderns ging es dann wieder locker weiter. Allerdings zu unserem Verdruss verabschiedete sich jetzt unser liebgewordener Freund, der Wettergott. Es fing an zu regnen, und das nicht zu knapp. Am Reschensee machten wir noch Rast und schauten uns den Kirchturm im See an. Der größte See Südtirols mit seinem berühmten Kirchturm im Wasser ist ein künstlich angelegter See im Vinschgau. Der Reschensee wurde nach dem Bau einer Staumauer 1949 gestaut und die Ortschaft Graun verschwand in den Fluten.

Die Reise geht weiter über die italienisch / österreichische Grenze nach Tirol Richtung Landeck.

Da der Arlbergtunnel mal wieder gesperrt war, musste ich den längeren Weg durch das wunderschöne Paznauntal einschlagen. Es ging durch die Orte See, Ichgl, Galtür bis zur Bieler Höhe. Kurz davor stand dann mal wieder ein Kassahäuschen mit Schranke. Diesmal wurden uns pro Mann und Maschine 12€ aus dem Geldbeutel entnommen. Auch das hat sich mal wieder gelohnt. Die Fernsicht betrug etwa 10 m bei Starknebel und der anhaltende Dauerregen gab auch sein bestes. Die zahlreichen Serpentinen der Silvretta-Panoramastraße waren kaum wahrzunehmen. Im Tal endlich angekommen ging es in Bludenz auf die Autobahn A 14 bis kurz vor Bregenz und dann ins Allgäu nach Nesselwang in die Tourenfahrer-Pension. Ziemlich feucht kamen wir dort gegen 18:00 Uhr nach etwa 420 Km an. Den anschließenden bayerischen Restaurantbesuch schaffte dann allerdings nicht mehr jeder. Die aufreibende Fahrtroute hat vollen Körpereinsatz gefordert und nicht bei jedem Begeisterung ausgelöst.



Tag 9 am Sonntag. Der Wettergott hat uns jetzt total verlassen. Regen ohne Ende in Bayern. Was für ein nasses Land. Es geht wieder über die A 7 nach Hause. Und siehe da, nach den Ellwanger Bergen endlich kein Regen mehr. Der Himmel wurde wieder blau. Wir konnten unsere Fahrt endlich wieder gemütlich fortsetzen. Auf der A 3 in Höhe Aschaffenburg verabschiedete sich dann noch unser Reisepartner Uwe ganz unspektakulär und fuhr auf der Überholspur alleine weiter nach Hause.

André und ich schafften es die letzten 270 Km auch noch zu zweit bis in unsere Heimat nach meinem Motto „Festina Lente“ oder „Eile mit Weile“.


Alles in allem hatten wir wunderschöne Tage mit erstklassigen Touren auf hervorragenden Passstraßen. Es schreit förmlich nach Wiederholung (auch wenn man nicht Jedermann gerecht werden kann).

An Gesamtstrecke haben über 3500 Kilometer zurückgelegt.


Für das kommende Jahr schwebt mir was ähnliches vor. Vielleicht klappt es ja. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Und der ist das Ziel.


In diesem Sinne

Euer Willi (der mit der schwarzen GS)


Auf zum Alpenmarathon

Das ersten Mal - beim Alpenmarathon, eine Veranstaltung für Langstreckenfahrer, bei der es n i c h t  auf Schnelligkeit ankommt (also kein Rennen).

Endlich habe ich es geschafft, mir die Zeit für diese Veranstaltung zu nehmen  -  sie steht schon einige Jahre auf meiner Wunschliste.

Im Juni 2017 ist es dann soweit. Ich reise bereits am Donnerstag an, zum Start und Zielort  "Schweizer Hof" bei Waging am See (bis dort sind es auch schon 775 km). Nachdem ich am späten Nachmittag mein Zelt aufgebaut habe, sitze ich am Abend mit anderen "Frühankömmlingen" bei schönstem Wetter im Biergarten und wir beschließen, den Marathon am Samstag gemeinsam zu bestreiten.

Am Freitag fahre ich alleine ´ne kleine Runde, in der "erweiterten näheren" Umgebung : Ruhpolding - Reit im Winkel - Ebbs - Kufstein - Elmau - St.Johann - Kitzbühl - Mittersill - Krimler Wasserfälle zurück nach Waging über Zell am See und den Steinpass, gemütliche 335km.

Am Nachmittag ist Check In mit Materialausgabe, und wenig später findet das Briefing für die anstehende Veranstaltung am Samstag statt. Für alle drei Strecken zusammen (350km - 500km - 750km) haben sich insgesamt 326 Teilnehmer angemeldet. Der größte Teil für die lange Distanz - ich auch.

Samstag, Punkt 6.00 Uhr, Start  -  über kleine und sehr schöne Nebenstraßen erreichen wir gegen 6.45 Uhr den ersten Kontrollpunkt am Grenzübergang "Steinpass". Von dort zum zweiten Kontrollpunkt - Fernleiten Mautstelle Großglockner, von nun an wird's richtig schön.

Grossglockner - Pustertaler Höhenstraße - Lesachtal - Plöckenpass - Passo della Mauria - Passo Giau - Passo Fedaia - Canazei, wie immer sehr überfüllt - Karerpass - zum 3. Kontrollpunkt in Welschnofen, Obertirscher Alm. Über den Nigerpass geht's zurück Richtung Norden : Villanders - Sterzing - Brenner - Innsbruck - zum Achensee, dem 4. Kontrollpunkt (leider 20min. zu spät, weshalb wir auch aus der Wertung gefallen sind). Um 21.45Uhr geht's auf dem schnellsten Weg zurück zum Ausgangspunkt von heute morgen, wenigstens Den erreichen wir im Zeitfenster, 23.45Uhr, bis 24.00 hätten wir Zeit gehabt.

Es wurden letztlich 913km !!    k e i n e  Autobahn, denn die ist nicht zugelassen !

Viel Zeit für Sideseeing gab's natürlich nicht, aber darum ging es ja auch nicht.

An dieser Stelle auch vielen Dank an meine Mit-Fahrer : Wolle,Ludger und Detlef, er stellte sich als Tourguide, und einige Fotos zur verfügung.

Der Sonntagvormittag war verregnet, weshalb ich auch erst am Nachmittag das Zelt abbaute und meine Heimreise begann. Gemütlich über Landstraßen und mit einer Zwischenübernachtung war ich am Montagnachmittag zurück in der Heimat.


alles in allem - ein paar gelungene Tage


es grüßt der mit dem Sitzfleisch

                                                 

               Volker


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